nanowrimoTag 8: Durchbruch in den zweiten Akt. (3269/23383 Wörter)

Die zweite Woche beim Nanowrimo ist unter den Autoren gefürchtet. Meist ist nach einer enthusiastischen Startwoche die Luft draußen. Auch mir ging es da nicht anders. Sie begann gut, aber es kam zum Durchhänger. Er zeigte sich darin, dass ich in dieser Woche deutlich unter dem Wordcount der ersten Woche  bleiben sollte. Das fiel mir jedoch noch nicht am ersten Tag auf – hier hatte ich noch mit keinerlei Problemen zu kämpfen und die ersten Szenen konnte ich mit geringen Korrekturen aus dem alten Todesernst übernehmen.

Tag 9 und 10: Schwächeanfall nach Wahlniederlage (1861 bzw. 1609/26833 Wörter)

Der zweite und dritte Tag gingen völlig belastet über die Bühne, da mich der Wahlsieg von Donald Trump sehr zu schaffen machte. Dass jemand mit Lügen, Sexismus und polterndem Auftreten eine Präsidentenwahl gewinnen kann, habe ich zwar befürchtet, aber trotzdem nicht für möglich gehalten. Am Tag nach der Wahlnacht kam ich mir vor, wie ein kleines Kind, dem etwas “Schreckliches” passiert ist. So klammerte ich mich beim Bäcker an die gerade gekauften Mohnweckerl wie ein Vierjähriger an seinen Teddy.  Nachmittags surfte ich im Internet herum und ließ beim Schreiben stark nach. Als Resultat konnte ich in zwei Tagen ungefähr so viel Wörter einloggen, wie ich zuvor an einem Tag geschafft hatte. Zudem kam noch eine Erschwernis hinzu: Erstmals mussten Szenen völlig neu geschrieben werden und es standen auch größere logische Korrekturen an.

Tag 11: Der Durchhänger in der zweiten Woche manifestiert sich (2133/28966 Wörter)

Zwar gelang es mir nur noch mit enormer Anstrengung meine Wortzahl zu steigern, aber ich hatte massiv mit Müdigkeit zu kämpfen. Im Roman kam es erstmals zu einer massiven Überarbeitung einer Szene, die aus zwei alten Szenen auf Seite 120ff und 191ff des alten Manuskripts zusammengeführt wurden. Diese Szene ist zudem für die Hauptfigur der Bruch in den zweiten Akt, da sie dort auf einige Ungereimtheiten stößt und dabei bemerkt, dass auch ihr Chef in den Fall verwickelt ist und etwas zu verbergen hat. In dieser Szene beschließt Sabrina Mahrer, auch gegen ihren Chef zu ermitteln.

Tag 12: Einbruch (1252/30218 Wörter)

Am Samstag gelang mir mit Müh und Not eine frische Szene zu schreiben. Darin entdeckt Sabrinas Chef eine Rechnung über 10 Tonnen sprengstofftauglichen Düngers und lässt diese in seiner Sakkotasche verschwinden, um die Ermittlungen von seinen Ritterbrüdern fernzuhalten. Beim Ritterorden hat es einen Diebstahl aus diesem Bestand gegeben – seit geraumer Zeit fehlen davon 450 Kilo. Der Kommissar steckt in einem Dilemma. Er weiß, dass der Mörder ein Sprengstoffattentat vorhat. Wenn er diesen Hinweis offenbart, würde er jedoch zugleich die Aufmerksamkeit der Behörden auf seinen Ritteroden lenken.

Tag 13: Totalausfall (0/30218 Wörter)

Nein, das ist kein Tippfehler. Am Sonntag ging nichts mehr!

Null.

Nada.

Tag 14: Mit einer Nachtschicht wieder erfangen : (2915/33133 Wörter)

Die zweite Woche endet recht versöhnlich, indem ich zwei Szenen erfolgreich geschrieben habe. In der Nacht konnte ich zuerst Sabrina in ein Interview mit dem Radiojournalisten Norbert Fink schicken, wo sie an Hand der Fragen des Reporters auf eine neue Fährte stößt. Doch ihr Chef stört das Interview und beginnt mit der Einvernahme des Reporters. Sabrina wird zu einem Nebenschauplatz geschickt.

Zweite Woche beim Nanowrimo – Fazit

Zweite Woche beim NanowrimoBei den offiziellen Nanowrimo-Vorgaben schaut es sehr gut aus. Die verbleibende tägliche Wortzahl ist auf 973 Wörter gesunken und mit dem derzeitigen Pace werde ich den Nanowrimo in der dritten Novemberwoche  beenden.

Was ich jedoch schon bemerkt habe, ist die Tatsache, dass der Nanowrimo sehr schwierig ist, wenn man völlig frisch startet. Dass ich mein eigenes Ziel von 80.000 Wörtern erreichen werde, halte ich inzwischen für ausgeschlossen. Ich hoffe jedoch, dass ich das offizielle Ziel von 50.000 Wörtern im Zuge der dritten Woche schaffe, zumal ich die vierte Woche für ein politisches Projekt benötige.

Abgesehen von der Müdigkeit und der starken Beanspruchung geht es mir recht gut. Nun ging es in die dritte Woche und hier zeigte sich, wie wichtig eine gute Vorbereitung auf dieses Event ist.