Vom Abenteuer einen Roman zu schreiben

Titus Müller hat sich auf auf das Abenteuer, einen Roman zu schreiben, immer wieder eingelassen. Doch nicht nur das. Er hat riskiert, über dieses Unterfangen ein Buch zu schreiben. Darin beleuchtet Titus Müller all die Herausforderungen, die ein Schriftsteller am Weg von der ersten Idee bis zum veröffentlichten Roman meistern muss.

Vom Abenteuer einen Roman zu schreiben.

Wie viele glaubte auch Titus Müller, dass Schreiben für richtige Autoren nach dem Kuss der Muse mühelos geniale Texte produzieren. Doch nach sieben Romanen weis er es besser. Schreiben ist harte Arbeit. Immer wieder.

Titus Müller setzt sich in sympathischer Weise mit dem Weg eines Stoffes vom Kopf des Autors bis hin in die Buchhandlung auseinander. Zunächst geht es um die Motivation regelmäßig zu schreiben. Dann geht es um den Aufbau und das Halten der Spannung. Ein fertig geschriebener Roman ist kein Meisterwerk, nur weil man es bis zum Wörtchen ENDE geschafft hat. Im dritten Kapitel verrät uns Titus Müller, worauf er alles achtet, wenn er Szene für Szene kritisch prüft und überarbeitet.

Bücher sind mit dem Siegeszug des Films nicht zugrunde gegangen. Grund dafür ist die Sprache, mit welcher der Autor die Wirkung des Textes steuert. In diesem Kapitel liefert Titus Müller ein sehr anschauliches Beispiel:

“Wir werden für immer getrennte Wege gehen”, sagte er

“Wir werden getrennte Wege gehen”, sagte er, “für immer.”

Vom Sinn her sind beide Sätze identisch. Doch der zweite Satz entfaltet eine wesentlich stärkere Wirkung. Dies wird allein durch die Satzstellung erreicht.

Romane leben von Figuren und daher widmet Müller ein Kapitel den Charakteren. Dabei verrät er das Handwerkzeug, wie man dafür sorgt, dass der Leser sich mit der Hauptfigur identifiziert.

Wenn ein Roman fertig ist, geht es ans Veröffentlichen. Wer dafür einen Verlag sucht, wird zwangsläufig mit der zermürbenden Zähigkeit der Verlagssuche konfrontiert. Auch arrivierte Bestsellerautoren mussten da durch.

Zuletzt liefert Titus Müller drei Interviews mit den arrivierten Autoren Andreas Eschbach, Rebecca Gablé und Kai Mayer.

Fazit: Dieses etwa 100 Seiten starke Buch hat den Charakter eines Reiseführers durch die einzelnen Phasen des Schreibens. Ich kann dieses Buch ohne Weiters ver