Schlagwort: Todesernst

Amoklage im Bischöflichen Gymnasium

Die Schiebetür des VW-Busses öffnete sich quietschend. Der Geruch von Aftershave drang in die Nase. Das Logo des Raumschiff Enterprise auf dem roten T-Shirt fiel ihr sofort auf. Dass der Kriminaltechniker die Star-Trek-Welt seiner Jugendjahre nie verlassen hatte, überstieg ihr Verständnis. Wie konnte ein Dreißigjähriger, dem die blonden Haare ausdünnten noch immer meinen, ständig Scotty spielen zu müssen. »Willkommen an Bord, Lieutenant Uhura«, grüßte er. Fehlte, dass Christof Istel zwecks Salutieren die Hand an die hohe Stirn hob.

Im Gegensatz zu ihm spiegelte sich in Hutnagls Blick die bedrohliche Lage, in der die Schüler und Lehrer des Bischöflichen Gymnasiums schwebten. Das grau melierte Kopfhaar, der Schnauzer und die schmalen Lippen wirkten angespannter als sonst. Wie gewohnt trug Hutnagl das weiße Seidenhemd, doch die blaue Krawatte samt Nadel mit der emaillierten Muschel fehlte.


Todesernst

Eine Kommissarin ermittelt gegen religiöse Fanatiker Im Bischöflichen Gymnasium wird der Direktor erschossen. Der Mord entpuppt sich als Teil eines Feldzugs, dem noch am selben Tag weitere Menschen zum Opfer fallen. Die Spur weist zu einem Ritterorden, der Österreich in einen christlichen Gottesstaat verwandeln will. Die Verschwörung reicht in hohe Polizeikreise. Der Roman zeigt, wie Fanatismus…


Graz: Schuldirektor in Lebensgefahr!

»Polizeinotruf«, meldete sich Inspektor Katolnigg, »Grüß Gott.«

»Hier ist Präfekt Birkner. Ein Maskierter bedroht unseren Direktor.« Es klang, als presste der Anrufer jedes Wort einzeln durch die Leitung.


Erster Teil

»Verbrecher halten sich selten an unseren Dienstplan.« So angespannt hatte Sabrina ihren Chef selten erlebt. »Und schon gar keine Amokläufer. Ich brauche Sie, und zwar subito.«

»Dann wird’s Zeit, dass Sie sich auf den Weg machen. Wir treffen uns in fünfzehn Minuten am Hasnerplatz vor der Pädagogischen Hochschule. Ich warte im Einsatzleitwagen auf Sie

Ein Klicken signalisierte, dass Hutnagl das Telefonat beendet hatte.

Ihre Halsschlagader pochte. Musste Axel auf ein bewaffnetes Kind schießen, um andere zu retten? Natürlich gehörte auch das zu seinem Job, aber so etwas wünschte sie niemandem. Schon gar nicht ihrem Freund.

Sabrina seufzte und erhob sich.