Schlagwort: Schreibkarate

Beim Träumer liegt der Schnee auf der Landschaft

Diese Legende besagt, dass es geborene Schriftsteller gibt, die ihre Schriftstücke über Nacht aus dem Ärmel schütteln. Entweder ist man ein solches Genie oder eben halt ein Durchschnittsmensch, der es nicht kann und nie können wird. Um eine Geschichte zu Papier zu bringen, muss zuvor die Muse einen Künstler küssen. Wenn es um das Schreiben geht, pflegen die Träumer meist zwei unterschiedliche Glaubenssätze:

  • Mich hat gerade die Muse geküsst und jetzt habe ich die absolut geniale Idee. Das wird ein total neuartiges Buch, das die Genres in genialer Weise vermischen wird. Wenn ich Zeit habe, schreibe ich meinen Roman. Sobald er fertig ist, werde ich ihn einschicken.  Im Verlag warten sie bereits auf das Manuskript und es wird bestimmt zum Bestseller avancieren. (Träumer vom Typ A)
  • Oje, in Deutsch war ich aber leider nicht so gut. Schon der Gedanke an ein Gespräch mit einem Lektor oder einem Verleger verursacht bei mir alle Zustände. Mit einem Goethe, Franz Kafka oder einem Thomas Mann werde ich es niemals aufnehmen können. Ich kann es gleich bleiben lassen – nie wird ein Verlagshaus sich mit meinem Werk beschäftigen. (Träumer vom Typ B)


Mastery – der Weg zur Meisterschaft

In Wirklichkeit hat man beim Kreativen Schreiben wie in jeder anderen Disziplin mit Plateaus der Stagnation zu kämpfen. Das äußert sich darin, dass man während eines solchen Plateaus immer wieder die gleiche Kritik zu hören bekommt und dabei glaubt, dass man trotz aller Mühen nicht besser wird. Erst wenn sich die Kritik inhaltlich ändert, hat man den Sprung auf ein neues Niveau geschafft. Ein Anfänger hört die ganze Zeit, er soll zeigen und nicht behaupten. Irgendwann sagt ihm die Kritikgruppe, dass die Figuren flach seien und die Motivation der Protagonisten nicht logisch sei.


Wird dein Atem für einen Roman ausreichen?

Einen Roman zu schreiben und ihn in einem Verlag zu veröffentlichen, gleicht einem Marathon. Meistens reicht der Atem für einen Roman nicht. Es ist nichts für Feiglinge, die schnell und mühelos auf den Bestsellerlisten landen wollen.

Neben der schlechten Nachricht (und dieser Artikel ist leider voll davon) gibt es auch eine gute: Das erfolgreiche Meistern einer Fähigkeit ist für alle möglich – dafür brauchst du kein von Kindergartentanten, Volksschullehrern und Gymnasialprofessoren bestätigtes Supertalent. Du musst auch nicht mit Sieben mit dem Schreiben und Dichten begonnen haben, um darin erfolgreich zu sein.

Jedoch erfordert der Weg zur Meisterschaft des Schreibkarate fünf wesentliche Dinge:…


Der Schnee schmilzt, die harte gefrorene Erde leuchtet gelb

Er kann zu Recht den Satz “Ich möchte gerne Autor werden” aus seinem Wortschatz streichen. Er hat es geschafft! Er betreibt kreatives Schreiben regelmäßig. Somit ist er kein Träumer, sondern ein Autor! Die ersten Sonnenstrahlen der Erfahrung treffen auf den Geist des potenziellen Schriftstellers. Noch bemerkt er es nicht: Der Schnee schmilzt langsam, aber stetig.

Aus dem Träumer ist ein eifriger Anfänger geworden! Er vertraut nicht länger der Muse, sondern dem Fleiß, wenn es um kreatives Schreiben geht.

Falls der Anfänger nur für sich schreiben will, endet hier die Reise. Kreatives Schreiben entwickelt sich dann zu einem erfüllenden Hobby. Es kann auch etwas ganz anderes passieren. Er ist süchtig geworden. Schreibsüchtig. Vier neue Fragen tauchen in seinem Geist auf, während der Schnee schmilzt.


Kann man die Reife eines Textes beurteilen?

Kann man die Reife eines Textes beurteilen? Ist das überhaupt möglich oder gilt ohnedies nur die Freiheit der Kunst. Woran erkennt man den  Unterscheid zwischen einem schlechten Text und einem hervorragend geschriebenen Buch? Diese Fragen beschäftigen sowohl blutige Anfänger genauso wie erfahrene Autoren. Daher habe ich die Lektorin Annette Scholonek gebeten, über dieses Thema einen…


100 x 100: Die Challenge für alle Schreibanfänger

100 x 100 Was verbirgt sich hinter der magischen Formel 100 x 100? Es handelt sich um eine Herausforderung an all jene, die sich noch nicht an den nanowrimo heranwagen. Sei es, weil ihnen die Zeit oder die Muse dafür fehlt oder weil sie schlichtweg keinen Roman schreiben wollen. Man kann sich dem Schreiben spielerisch nähern,…


Die Kunst des Krieges

Der Verlagsautor beherrscht die Kunst des Krieges Wie bitte? Die Kunst des Krieges hat doch nichts mit der Schreibkunst zu tun! Gehts noch? Beides hat mehr miteinander zu tun, als man auf den ersten Blick meint. Der Weg zum Schriftsteller und das Leben als Verlagsautor ist leider mit einem Krieg zu vergleichen. Dennoch kann ich…


Die Schreibkarate führt über acht Stufen zum Verlagsautor