14. Dezember

Für seine Prinzipien kann man leichter kämpfen,
als nach ihnen zu leben.

Alfred Adler
(1870 – 1937)

Alfred Adler war ein Wiener Psychotherapeut und ist Begründer der Individualpsychologie. Er wurde 1870 in Wien in eine jüdische Familie hineingeboren und konvertierte 1904 zum Protestantismus. Im Alter von vier Jahren erlitt er eine Lungenentzündung, an der er beinahe verstarb. Dies und der Tod seines jüngeren Bruders dürfte seine Berufswahl beeinflusst haben. Nach dem Studium der Medizin arbeitete er zunächst als Augenarzt, ehe er Sigmund Freud begegnete. Zunächst war er ein Schüler Freuds, doch bald darauf entwickelte er eine von der Psychoanalyse abweichende Linie der Therapie. Diese Gegensätze konnten nicht mehr überbrückt werden, sodass es 1911 zum Bruch mit Freud kam.

Auf ihn geht der Begriff des Minderwertigkeitskomplexes zurück. Die Situation der Unterlegenheit fand Adler im psychischen Bereich bei den Lebensaufgaben Arbeit – Liebe – Gemeinschaft wieder. Sie löst beim Menschen ein Gefühl der Minderwertigkeit aus, der der Mensch durch das Geltungsstreben zu kompensieren versucht. Gelingt dies nicht ädequat, so entsteht laut Adler eine Neurose, wobei die Psychose lediglich die schärfere Ausprägung der Neurose sei.

Philosophisch orientierte sich Adler an Charles Darwin, Arthur Schopenhauer und Immanuel Kant.

Auch beim Schreiben zeigt es sich immer wieder, dass es schwer ist nach den Prinzipien des regelmäßigen Schreibens zu leben. Daher habe ich auf dem Blog die 100×100-Challenge entwickelt.