13. Dezember

Der Mensch, das sonderbare Wesen:
mit den Füßen im Schlamm,
mit dem Kopf in den Sternen

Else Lasker-Schüler
(1869 – 1945)

Else Lasker-Schüler wurde am 11. Febraur 1869 in Wuppertal-Eiberfeld geboren und wuchs im großbürgerlichen Briller Viertel auf. Ihr Vater Aaron Schüler war ein jüdischer Privatbankier und wurde später zum Vorbild für die Hauptfigur im Drama Die Wupper. Else galt in ihrer Familie als Wunderkind, denn sie konnte bereits mit vier Jahren lesen und schreiben. Ab 1880 besuchte sie das Lyceum West an der Aue. Nach dem Schulabbruch erhielt sie Privatunterricht im Hause ihrer Eltern. 1894 heiratete Else den Arzt Jonathan Berthold Lasker, von dem sie 1903 geschieden wurde. 1899 wurde ihr Sohn Paul geboren, der 1927 starb und sie in eine tiefe Krise stürzte. Knapp vor der Machtergreifung der Nazis erhielt sie 1932 den Kleist-Preis. 1933 emigrierte sie zunächst nach Zürich und schließlich nach Jerusalem, wo sie 1945 starb.

Else Lasker-Schüler hat ein umfangreiches literarisches Werk hinterlassen. Als Vorreiterin der avantgardistischen Moderne etablierte sie sich vor allem durch die psalmorientierte Lyrik und ihr politisches Milieudrama Die Wupper. 

Das eingangs gebrachte Zitat von Else Lasker-Schüler vom sonderbaren Wesen passt zu meinen Erfahrungen des Nanowrimo 2016. Wer einen Roman schreibt, steckt mit den Füßen im Schlamm und greift nach den Sternen.