Dtvfantasynewcomer – ein Nachruf

Heute vor einer Woche, also am 13. Dezember 2018 ging mit einer pompösen Show in München im Verlagshaus von dtv der “dtvfantasynewcomer” zu Ende. Ich habe den Mobilisierungswettbewerb  von der bombastischen Ankündigung auf Sweek bis hin zur fragwürdigen Juryentscheidung “begleitet”. Nun ist die Zeit gekommen, mit einem Nachruf auf den fragwürdigen “Schreibwettbewerb” das Thema abzuschließen. 

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Franz Kafka
Franz Kafka

Eine kafkaeske Situation

Stellen Sie sich folgende Situation vor. Sie haben einen Schreibwettbewerb angesehen und dann entschieden, dabei nicht mitzumachen. Sie haben also kein qualifiziertes Werk für den Wettbewerb eingereicht und haben dieses Event völlig vergessen. Bis Sie im Posteingang auf ein sarkastisch verfasstes E-Mail stoßen: 

Hallo liebe/r Autor/in,

wir möchten uns hiermit für deine Teilnahme an dem #newpipertalent – Wettbewerb bedanken. Wieder einmal war es gar nicht so einfach, die Finalisten auszuwählen. Die Vielfalt der Geschichten war unglaublich – es wurden über 260 Werke eingereicht! Vielen Dank!

Wir hoffen, dass du das Schreiben genauso genossen hast, wie wir das Lesen deines Meisterwerkes 🙂 

Lasse dich davon nicht entmutigen, verfolge weiterhin deine Träume und deine Leidenschaft fürs Schreiben und sieh’ diesen Wettbewerb als Übung für deine zukünftige Karriere.

“Unser größter Ruhm ist nicht, niemals zu fallen, sondern jedes Mal wieder aufzustehen.” – Ralph Waldo Emerson (1803-1882)

Du wirst weiter die Chance haben Dein Können zu zeigen – wir freuen uns auf mehr von dir in unseren nächsten größeren Wettbewerben!

Würde Ihnen da nicht die Hutschnur platzen? Sie haben daran nicht einmal teilgenommen und es wird Ihnen für einen nie eingereichten Text derart viel Honig ums Maul geschmiert, dass Sie daran fast ersticken. 

Ich wies Sweek darauf hin, dass diese schwülstige Absagemail an alle geschickt wurde, die irgendeinen Text mit #newpipertalent getaggt haben.

Es geht noch skurriler, viel skurriler!

Prompt kam die Antwort, man hätte dieses Mail nicht automatisiert versandt, sondern es ganz persönlich verfasst. Zudem wollten sie alle Autoren aufmuntern, die sich bemüht hatten, etwas Qualifiziertes zu liefern.

Jetzt war endgültig das Ende der Fahnenstange meiner Geduld erreicht!

Sie stritten das Offensichtliche ab! Ich beschloss, beim nächsten windigen Mobilisierungswettbewerb eine aufklärende Kampagne zu starten. Ich entschied, mögliche Teilnehmer über die Schattenseiten solcher “Wettbewerbe” zu informieren, auch wenn es wenig bringen sollte.

Und ich musste nicht lange darauf warten. Auch dtv beschloss, auf Sweek einen unseriösen Schreibwettbewerb abzuhalten. Mit großem Pomp wurde der #dtvfantasynewcomer angekündigt und er ähnelte dem #newpipertalent aufs Haar. Abermals zelebrierte man den Mythos vom  musengeküssten Genie.

Ein Aufklärungsartikel geht online

Zufällig stieß ich in einer Facebook – Autorengruppe auf die Frage, was von der Ausschreibung des dtvfantasynewcomer zu halten sei. Ich sah mir die Ausschreibung an und teilte in einem kurzen Posting meine Meinung zu diesem Mobilisierungswettbewerb mit. Binnen kürzester Zeit hatte ich mehrere Likes und eine Autorin beschloss, nicht in diese Falle zu tappen. Andere bezeichneten den sogenannten Schreibwettbewerb als das, was er war: nämlich als sehr unseriös!

Diese Aussagen haben mich ermutigt, über den Mobilisierungswettbewerb einen Aufklärungsartikel zu schreiben. Ferner hatte ich vor, während des Wettbewerbs für entsprechenden Gegenwind zu sorgen. Am ersten August ging mein Aufklärungsartikel über den Mobilisierungswettbewerb online.

Wie es zu erwarten war, ging das Betteln um die Likes schon während der sogenannten “Einreichphase” los. Ich erlaubte es mir, die bettelnden Postings entsprechend zu kommentieren und auf meinen Blogartikel über den dtvfantasynewcomer zu verweisen. 

Das Echo auf diesen Artikel übertraf meine Erwartungen bei weitem! So manch einer fühlte sich durch diesen Beitrag auf den Schlips getreten. Andere beschuldigten mich, nur Werbung für meinen Blog zu machen. Ich hingegen spürte, dass ich ins Schwarze getroffen hatte. Viele zogen sich von dem Pseudowettbewerb zurück.

Meine Prophezeiungen treffen ein

Die Prophezeiungen zum Mobilisierungswettbewerb trafen ein.

Im Oktober ging die dreiwöchige “Votingphase” zu Ende und es lief genau so ab, wie ich es in meinem Blogartikel prophezeit habe.

Mit großem Gedöns wurde die aus zwanzig (!) Werken bestehende “Shortlist” auf Facebook bekannt gegeben. Wie vorausgesagt, wurde auf Transparenz komplett verzichtet – es wurde nicht bekannt gegeben, wer in welcher Kategorie wie viele Likes gekeilt hatte und wer die ominösen Wildcards erhalten hatte. 

Wie vorausgesehen, ging nach der Veröffentlichung der “Shortlist” der Katzenjammer über die Like-Keilerei los. Viele Teilnehmer hatten erkannt, dass dieser Mobilisierungswettbewerb eine hässliche Seite hatte.  Ebenso beschwerten sich die Teilnehmer zu Recht über die mangelnde Transparenz.

Das taten die Veranstalter mit der lachhaften Behauptung ab, man wolle Neid und Missgunst unter den Ausgeschiedenen vermeiden. Dieses Argument ist an Irrsinn nicht mehr zu überbieten. Man stelle sich vor, die UEFA würde keine 5-Jahreswertungen mehr veröffentlichen und dies damit begründen, man wolle Neid und Missgunst unter den Nationen mit weniger Plätzen in der Champions League vermeiden. Oder eine Wahlbehörde würde mit dem Wahlergebnis hinter dem Berg halten, weil sie in mitfühlender Weise Neid und Missgunst unter den Kandidaten vermeiden wolle. 

Sweek und dtv behaupteten, dass man mittels Intransparenz Diskussionen über die Resultate des Votings vermeiden wolle. Dass es in Wahrheit darum ging, die Wildcards zu verschleiern, gaben sie natürlich nicht zu. Doch es lief hier nicht im Sinne der Veranstalter des Mobilisierungswettbewerbs. Die Teilnehmer kitzelten aus den Daten heraus, wem die Jury die Wildcard verliehen hatte. “Ein Prinz aus Kupfer und Zinn” und “True Blue Love” waren, ohne ausreichend mobilisiert zu haben, auf der sogenannten “Shortlist” gelandet. 

Auf Facebook habe ich Sweek mehrfach aufgefordert, die Daten transparent zu machen und habe dafür nur betretenes Schweigen geerntet. Also prophezeite ich, dass die Wildcard auch in der “Top 3” genannten, echten Shortlist auftauchen wird.

Nostradamus und James Randi

James Randi

Kann es sein, dass ich in Nostradamus’ Fußstapfen trete? Wäre es möglich, dass der Skeptiker James Randi mir eine Million Dollar für den Nachweis meiner paranormalen Fähigkeiten zahlt? Wie komme ich bitte schön auf diese absurde Annahme?

Ich habe kein einziges Buch auf der sogenannten „Shortlist“ angelesen und dennoch war ich in der Lage, zu prophezeien, dass „ein Prinz aus Kupfer und Zinn“ und “True Blue Love” auf der echten Shortlist (genannt Top3) landen werden.

Und so kam es auch! Die echte Shortlist sah wie folgt aus:

  1. Ein Prinz aus Kupfer und Zinn (als Wildcard)
  2. Die Hehler der Sphären
  3. Die Überlieferung der Welt

Also trat ich wieder als Prophet auf und gratulierte der Wildcard zum Gewinn des Wettbewerbs und freute mich, dass die zwei andern Finalisten wenigstens als Werbeagenten für dtv und sweek angemessen mit einem Schreibseminar entschädigt werden. Zudem gratulierte ich der Jury, dass sie eine Meisterleistung an Effizienz hingelegt hatte, bei der jeder Organisator eines seriösen Wettbewerbs vor Neid erblassen müsse

Dieser Kommentar führte zu einer lebhaften Debatte. Mit meinen Argumenten schaffte ich es,  dtv zu einer Stellungnahme zu den Vorwürfen zu bewegen. Dabei gab dtv zu, die 173 eingereichten Geschichten zwecks Wildcard-Vergabe nur angelesen zu haben, was zu erwarten war.

Abermals wurde der Event zur Verleihung des dtvfantasynewcomers als Lektoratsworkshop inklusive besonders intensiver Prüfung der drei Finaltitel verkauft. Dann wurden “passend ausgewählte Marketingmaßnahmen” (was natürlich alles heißen kann!) für den Siegertitel versprochen, um so den Mobilisierungswettbewerb in ein schönes positives Licht zu rücken.

Schließlich folgte der verzweifelte Appell, sich “nicht verunsichern” zu lassen. Doch der schale Beigeschmack mangelnder Seriosität bleibt trotz aller Beteuerungen seitens dtv und sweek am Mobilisierungswettbewerb #dtvfantasynewcomer haften. Im Gegenteil erinnert mich es an das typische “Vertrau mir!” – Gesülze eines Betrügers, wenn es für ihn eng wird.

Love-Bombing im Verlagshaus?

Love-Bombing ist eine Manipulationstechnik von Sekten und narzisstischen Menschen, um andere an sich zu binden. Dabei wird dem potenziellen Opfer von allen Seiten Liebe, Aufmerksamkeit und Verständnis im Übermaß entgegengebracht. Dabei überschüttet der Love-Bomber seine Beute mit Komplimenten, netten Nachrichten und enormer Begeisterung. Die Zielperson fühlt sich auf Wolke Sieben. Das böse Erwachen kommt erst später.

Auch bei der Verleihung des dtvfantasynewcomers zeigte sich dtv von seiner allerbesten Seite, was aus so manchen Tweets zu entnehmen ist. Bezeichnend ist da folgender Tweet:

und nun wurde den ganzen Mittag von allen Seiten gesagt, wie toll ich schreibe und wie gerne man mit mir arbeiten würde. Ob Lektoren oder Buchblogger oder Autoren selbst. Das ist doch nicht real. 😍

Euphorischer Tweet der Finalistin Linda Rottler.

Richtig, es ist nicht real. Es riecht stark nach Love-Bombing. Für den Verlag ist das nichts weiter als ein Marketing-Event, wo man die Besucher in einen emotional euphorischen Zustand versetzt. Damit soll das Verlagsimage aufpoliert werden. Dieser Verdacht verstärkt sich, wenn man sich die Art der Final-Entscheidung der Jury anschaut.

Zen und die Kunst als zaudernde Jury eine Entscheidung zu treffen.

Wenn eine Jury keine Entscheidung treffen darf, aber trotzdem entscheiden muss…

Eigentlich war die Entscheidung leicht zu fällen gewesen. In der Shortlist gab es einen Roman mit Niveau und zwei weniger gute Werke. Bei einem seriösen Wettbewerb hätte man sich kurz und bündig für das Manuskript mit Niveau entschieden und es wäre gut gewesen. 

Der Protagonist schaut aus dem Fenster – der Klassiker des miesen Romananfangs

Doch hier lief es anders. Denn der Mobilisierungswettbewerb wurde von einem Manuskript gewonnen, in dem der Protagonist in der ersten Szene schweißgebadet aus einem Alptraum aufwacht und dann – man rate mal – aus dem dunklen Fenster schaut. Ich finde diese Entscheidung besonders lustig, denn dieser Start kombiniert gleich Platz 3 mit Platz 1 der schlechten Romananfänge. 

James Randi wird mir die Million nicht auszahlen, zumal meine Prophezeiungen nur teilweise eingetroffen sind. Nur eine der zwei Wildcards ist in die Shortlist gekommen und die Wildcard hatte den Wettbewerb ausch nicht gewonnen. Ob und wie der Aufklärungsartikel über den dtvfantasynewcomer auf die Jury eingewirkt hat, kann man aus der Ferne schwer feststellen; eine Spekulation darüber wäre auch müßig.

Das Dilemma der Jury und wie sie ihm entkam

Wie bei einer Wahl ist auch bei jedem Schreibwettbewerb die Summe der Erwartungen größer als die Summe der Möglichkeiten. Wenn eine Jury aus einem Trio eine Entscheidung für einen Sieger treffen muss, dann hinterlässt sie zwei enttäuschte Finalisten. Genau dieses Faktum stellte für die Veranstalter eine enorme Herausforderung dar. Denn für einen tollen Tag im Verlag durften diese Gefühle der Enttäuschung keinerlei Platz haben!

Also musste dtv tief in die Trickkiste greifen. Wenn es keine Möglichkeiten gibt, dann schafft man sich halt welche.

Lang und breit erzählte die Jury, dass alle drei Bücher grenzgenial seien und die Juroren zur Entscheidung nicht fähig gewesen seien. Nur mit größtem Widerwillen und unerträglichen Bauchschmerzen hätte man eine Wahl für einen Roman getroffen.  Aber die anderen beiden seien mindestens genauso so gut, wenn nicht sogar besser als das Manuskript des Siegers. Drum braucht es halt einen Kompromiss. Der Siegertitel erscheint im Print und als E-Book und die beiden anderen Werke werden als E-Book erscheinen. Man hat also allen drei Finalistinnen einen Vertrag angeboten.

Ist doch super, oder?

Nun sind anscheinend alle glücklich, und niemand sieht den Haken an der Sache. Während bereits im Herbst 2019 das Siegerbuch erscheinen soll, fehlt bei zumindest einer der anderen zwei Finalistinnen ein konkreter Termin für das Erscheinen des E-Books. Folglich stellt sich die Frage, ob die Ressourcen des Verlages für die nächsten Jahre verplant sind.

Damit dürfte sehr fraglich sein, ob es die E-Books der Finalistinnen jemals bei dtv zu kaufen geben wird. Der Bestsellerautor Andreas Eschbach sagt auf seiner Webseite, dass dies die Mitteilung von totalem Desinteresse auf Scheißhöflichdeutsch sei.

Was heißt es, wenn mir ein Verlag auf meine Anfrage/Leseprobe mitteilt, dass die Planung für Buchveröffentlichungen für die nächsten vier Jahre festgelegt sei und man bedauere usw.? 

Das heißt übersetzt von Scheißhöflichdeutsch nach Klardeutsch: Danke, kein Interesse. 

Andreas Eschbach

Da kann durchaus das vom Satireblatt Der Postillion vorgeschlagene Futur III zum Einsatz kommen. Dieses wurde eigentlich erfunden, um Ereignisse über den Berliner Flughafen BER zu beschreiben. Doch leider dürfte es genauso gut bei den Projekten der Finalistinnen zulässig sein. Also:

Ich werde irgendwann einmal vielleicht das E-Book einer Finalistin des dtvfantasynewcomers von dtv gekauft und gelesen hätten gehabt. 

Für die Finalistinnen hoffe ich sehr, dass ich mich irre und der Anstand über den Zynismus siegt und die E-Books auch erscheinen werden. 

Das Aus für den Mobilisierungswettbewerb?

Nein, es wäre vermessen, das zu behaupten. Sweek hat sogar den nächsten  Mobilisierungswettbewerb angekündigt. Angeblich freuen sie sich schon auf die nächsten tollen Beiträge. Also war alles für die Katz’, oder?

Nein, diese Aufklärungskampagne hat meine Erwartungen weit übertroffen!

Die Beitrag über den Mobilisierungswettbewerb mauserte sich zu einer Top-Seite im Blog und schlug enorme Wellen. Weiters gelang es mir, so manchen Autor von der Teilnahme abzubringen. Dies zeigte sich im starken Rückgang der Teilnehmerzahlen. Beim vergleichbaren   newpipertalent haben sich 260 Leute mit der Like-Keilerei zum Affen gemacht.  Beim dtvfantasynewcommer haben sich nur noch 173 auf die fragwürdige Drückerei eingelassen. Mit einem Rückgang von 33% habe ich in meinen kühnsten Träumen nicht gerechnet.

Ich habe einen Traum

Druckkostenzuschussverlage sind im Literaturbetrieb zu Recht als unseriös verschrien. Das selbe sollte auch für Mobilisierungswettbewerbe gelten, da nicht mehr die Textqualität, sondern die Mobilisierungskraft über Sieg und Niederlage entscheidet.  

Es ist klar, dass ein Verlag, der auch nur einen Cent vom Autor verlangt, unseriös ist.

Es sollte klar sein, dass ein Wettbewerb, der auch nur ein Like für die Longlist oder die Shortlist oder gar für den Sieg verlangt, vermieden werden soll.

Wenn sich dies herumspricht,  werden Pseudowettbewerbe wie der dtvfantasynewcomer oder der newpipertalent endgültig Geschichte sein.

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Externe Links:

Ausschreibung zum newpipertalent:
https://blog.sweek.com/de/piper-schreibwettbewerb-newpipertalent-award/

Ausschreibung zum dtvfantasynewcomer:
https://blog.sweek.com/de/dtv-schreibwettbewerb-werde-dtvfantasynewcomer/

James Randis Million Dollar Challenge:
https://en.wikipedia.org/wiki/One_Million_Dollar_Paranormal_Challenge

Debatte zu den Top-3 des dtvfantasynewcomers:
https://www.facebook.com/SweekDeutschland/posts/1232321040254826?comment_id=1233085696845027

Stellungnahme von dtv:
https://www.facebook.com/SweekDeutschland/posts/1232321040254826?comment_id=1233085696845027&reply_comment_id=1234788663341397

Englischer Wikipedia-Eintrag zum Love Bombing:
https://en.wikipedia.org/wiki/Love_bombing

Peinliche Romananfänge von Schreibanfängern:
https://www.literaturcafe.de/peinliche-romananfaenge-von-schreibanfaengern/

Andreas Eschbach über Ablehnungen durch Verlage:
http://www.andreaseschbach.com/schreiben/fragen/ablehnungen/ablehnungen.html

Der Postillion zum Futur III: (Satire)
https://www.der-postillon.com/2012/08/neue-zeitform-futur-iii-eingefuhrt-um.html