Der Verlagsautor beherrscht die Kunst des Krieges

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Wie bitte? Die Kunst des Krieges hat doch nichts mit der Schreibkunst zu tun! Gehts noch?

Beides hat mehr miteinander zu tun, als man auf den ersten Blick meint. Der Weg zum Schriftsteller und das Leben als Verlagsautor ist leider mit einem Krieg zu vergleichen. Dennoch kann ich auch eine gute Botschaft verkünden – der größte Feind in dieser Auseinandersetzung ist man selber!

James Scott Bell beleuchtet die Aspekte des schreibenden Handwerks im Stil des großen chinesischen Generals Sun Tzu, dessen Werk über die Kriegsführung aus dem vierten vorchristlichen Jahrhundert heute noch als Standardwerk der Militärs gilt. Das hier vorliegende Werk der Kunst des Krieges für Schriftsteller gliedert sich in drei gleichermaßen wichtige Teile:

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In der Aufklärung geht es primär darum, das Gelände des Literaturbetriebs kennenzulernen. Aufklärung schützt einen vor dem schlimmsten Feind des Bucherfolgs, dem Pseudoverlag. Auch schützt sie vor der Illusion, man könne mit Self Publishing den Buchmarkt im großen Stil einnehmen. Zudem klärt es den Unterschied zwischen dem Helden und dem Trottel. Ferner gibt der Ratgeber in diesem Teil wertvolle Tipps, mit welcher persönlichen Einstellung man die Herausforderungen des täglichen Schreibens meistert.

Bei der Taktik geht es um das Handwerk des Schreibens und die Vertiefung desselben. Es geht vor allem darum, wie man typisches Mittelmaß vermeidet und wie man aus seinen Texten noch das Quäntchen heraus kitzelt, um ihn kraftvoller zu gestalten.

Die Strategie behandelt den Kampf um Qualität – sowohl in den Texten als auch in der Selbstorganisation als Unternehmer. Als Schriftsteller ist man Unternehmer, der seine kreativen Texte an ein Publikum verkauft. Auch hier ist es wesentlich, sich nicht dem Mittelmaß hinzugeben, nur weil man die Geduld verliert.

Alles in allem ist das ein Buch, das ich jedem angehenden Schriftsteller wärmstens empfehlen kann.

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